CA! Christus ist auferstanden! Frieden sei mit euch!
Der Herr segne euch!
Die Darstellung des Herrn ist ein Fest, das am 15. Februar (nach dem neuen Kalender) gefeiert wird und die Begegnung der Menschheit mit Gott symbolisiert. An diesem Tag erinnern wir uns an das Ereignis, das im Lukasevangelium beschrieben wird, als Maria und Josef ihren neugeborenen Sohn Jesus vierzig Tage nach seiner Geburt in den Tempel von Jerusalem brachten. Dort wurden sie vom gerechten Simeon und der Prophetin Hanna empfangen, die in Jesus den verheißenen Messias Israels erkannten. Dieser Feiertag markiert den Beginn der Verkündigung Jesu und symbolisiert die Begegnung zwischen dem Alten und Neuen Testament sowie die Tatsache, dass Gott durch seinen Sohn zu den Menschen kommt, um sie zu retten.
Das Neue Testament ersetzt nicht vollständig das Alte Testament. Vielmehr ergänzt es dieses und entwickelt es weiter. Das liegt daran, dass das Christentum im Neuen Testament die Erfüllung der Verheißungen und Prophezeiungen sieht, die im Alten Testament gegeben wurden.
Wichtige Punkte:
Erfüllung der Prophezeiungen: Viele Ereignisse im Neuen Testament werden als Erfüllung der Vorhersagen angesehen, die sich in den Büchern des Alten Testaments finden. Beispielsweise waren die Geburt Jesu in Bethlehem, sein Leiden und seine Auferstehung schon lange vor diesen Ereignissen von den Propheten vorhergesagt worden.
Fortsetzung der Tradition: Die Christen glauben, dass das Neue Testament auf den Lehren des Alten Testaments basiert, jedoch neue Aspekte einführt, wie die Erlösung durch Jesus Christus und die Errichtung einer neuen Form der Beziehung zwischen Mensch und Gott.
Übergang vom Gesetz zur Gnade: Im Neuen Testament verschiebt sich der Fokus weg von der Einhaltung äußerer Gesetze (wie dies im Alten Testament der Fall war) hin zu einer innerlichen Wandlung durch Glaube und Gnade.
Somit kann gesagt werden, dass das Neue Testament eine tiefere Bedeutung und einen tieferen Zweck des Alten Testaments offenbart, indem es zeigt, wie antike Prophezeiungen durch Jesus Christus erfüllt werden und ein neuer Weg der Erlösung für alle Menschen erschlossen wird.
„Die Begegnung des Neuen und Alten Testaments“ im Kontext des Festes der Darstellung bedeutet die symbolische Vereinigung zweier Epochen in der Religionsgeschichte und der heiligen Schriften. Dieser Moment stellt den Übergang von der Zeit des Wartens auf den Messias dar, der gemäß den Prophezeiungen des Alten Testaments Jahrhunderte währte, bis zum Beginn ihrer Erfüllung mit dem Kommen Jesu Christi, dem Beginn des Neuen Testaments.
Was geschieht bei der Darstellung? Als Maria und Josef ihr Baby Jesus in den Tempel von Jerusalem bringen, treffen sie dort den gerechten Greis Simeon und die Prophetin Hanna. Diese beiden Figuren verkörpern Gläubige, die nach den Gesetzen des Alten Testaments lebten und auf die Ankunft des Messias warteten. Als Simeon das Kind Jesus in seine Arme nimmt, spricht er die Worte aus, die als „Jetzt lässt du“ („Nunc dimittis“) bekannt sind, und drückt damit seine Dankbarkeit dafür aus, den Erlöser noch vor seinem Tod gesehen zu haben.
Bedeutung dieser Begegnung:
Symbolik des Übergangs: Die Begegnung symbolisiert das Ende eines Abschnitts (des Alten Testaments) und den Beginn eines neuen (des Neuen Testaments). Gerechte Menschen, die nach dem Gesetz des Mose gelebt hatten, sehen schließlich die Erfüllung alter Prophezeiungen.
Vereinigung der Traditionen:
Auf der einen Seite wird dadurch anerkannt, dass das Alte Testament einen wichtigen Platz in der Geschichte des Glaubens hat, da es den Boden für die Ankunft des Messias bereitet hat.Auf der anderen Seite kennzeichnet es den Beginn einer neuen Ära, in der die Lehre Jesu Christi und sein Opfer für die Rettung der Menschheit zentral werden.
So zeigt die Darstellung, wie zwei Epochen – die alttestamentliche und die neutestamentliche – in einem Ereignis zusammenkommen, wodurch Kontinuität und Entwicklung religiösen Denkens symbolisiert werden.





